Markt

Mit 164 Mio. t lag die weltweite Stahlrohrproduktion im Jahr 2016 um drei % unter dem im Vorjahr erreichten Allzeithoch. Deutlich niedriger als im Vorjahr fiel die Stahlrohrproduktion in Nordamerika, der GUS und in China aus. Die EU-Stahlrohrindustrie konnte ihre Produktion um vier % auf 13 Mio.t ausweiten. Die deutschen Stahlrohrwerke konnten ihre Produktion gegenüber dem Vorjahr um fünf % auf 2,6 Mio. t erhöhen.

Die weltweite Produktion geschweißter Stahlrohre bis 16“ Außendurchmesser blieb gegenüber dem Vorjahr annähernd unverändert. Bei ansonsten fast konstanten Werten lag die Produktion in den USA deutlich unter dem Vorjahr, während die EU-Produktion zum dritten Mal in Folge leicht zulegen konnte.

Die Produktion nahtloser Stahlrohre entwickelte sich, vor allem aufgrund der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Energieindustrie, in  allen Regionen der Welt rückläufig. Der stärkste Einbruch wurde mit 20 % in den USA festgestellt. Die EU-Hersteller meldeten eine um fünf % niedrigere Produktion als im Vorjahr.

Die Großrohrproduktion ging vor allem in Nordamerika und in der GUS deutlich zurück. Die EU-Produzenten konnten nach einem sehr schwachen Vorjahr ihre Produktion um sechs % erhöhen. Weltweit lag die Großrohrproduktion um acht % unter dem Vorjahreswert.

 

Ausblick

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Perspektiven für die Stahlrohrindustrie verbessert. Die nach dem Einbruch der Rohölpreise seit dem Jahr 2015 praktisch zum Erliegen gekommene Investitionstätigkeit der Energieindustrie beginnt sich zu normalisieren. Von dem entsprechenden Nachholbedarf dürfte die Stahlrohrindustrie in besonderer Weise profitieren. Von zyklisch steigenden Rohstoff- und Stahlpreisen sollte das Stahlrohrgeschäft zudem ebenso Unterstützung erhalten wie von einer weiterhin robusten Konjunktur in den Industrieländern, angetrieben von nach wie vor relativ günstigen Energiepreisen, einer expansiven Fiskalpolitik und einer günstigen Euro-Dollar-Relation. Eine absehbar expansivere Wirtschaftspolitik und wieder stärker auf fossile Energieträger ausgerichtete Energiepolitik in Nordamerika dürfte sich als zusätzlicher Treiber für die Stahlrohrindustrie erweisen.