Markt

 

Marktentwicklung

 

 

Die globale Stahlrohrproduktion lag 2018 bei 173 Mio. t und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Die stark vom Objektgeschäft und politischen Einflüssen geprägte Großrohrfertigung lag dabei knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Produktion aller anderen Rohrsorten legte zu. Die EU-Stahlrohrproduktion stagnierte mit 13,9 Mio. t auf Vorjahresniveau. Die anderen wesentlichen Herstellerregionen der Welt meldeten gegenüber dem bereits guten Vorjahr nochmals gestiegene Produktionszahlen. Besonders deutliche Zugewinne wurden aus den USA gemeldet, hier besonders bei der Produktion nahtloser Stahlrohre und geschweißter mittlerer Leitungsrohre.  Insgesamt stieg die US-Produktion von 10,5 auf 11,9 Mio. t. China blieb mit 94,5 Mio. t Gesamtproduktion und rund 55 % Weltmarktanteil marktbestimmend. Der Weltmarktanteil der EU verharrte bei 8 %. Die Stahlrohrproduktion der deutschen Hersteller ging vor allem aufgrund einer schwächeren Großrohrproduktion auf 3,1 Mio. t zurück.

 

 

Ausblick

 

Nach den teilweise deutlichen Erholungstendenzen des Vorjahres kann im laufenden Jahr mit einer moderaten Entwicklung gerechnet werden. Der Bedarf an Stahlrohren aus der Energieindustrie dürfte auf dem wieder erreichten Niveau stabil bleiben. Die Automobilindustrie und der Maschinenbau bleiben trotz teilweise schwächerer Nachfrage ebenfalls wichtige Bedarfsträger der Stahlrohrindustrie, insbesondere für die Präzisrohrindustrie. Die trotz Abschwächung immer noch robuste Konjunktur dürfte die Stahlrohrnachfrage insgesamt weiter unterstützen. Dagegen könnten weltweit zunehmend protektionistische Tendenzen wie z.B. in den USA zu Verwerfungen auf den Märkten führen.